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Marina Klett
 
 

Seit meiner frühen Kindheit lebe ich in Berlin und habe intensive Erinnerungen an die zerstörte Stadt, ihre Ruinen, Straßenfluchten, Plätze und Bahngelände, die als Spielplatz dienten. Seitdem läßt der Anblick 'Stadt' mich nicht mehr los. Als junges Mädchen entdeckte ich meine Liebe zur Malerei, konnte aber aus beruflichen und familiären Gründen erst Mitte des Lebens Zeit zum Erlernen diverser Techniken finden. Die ersten Motive waren meine nahe Umgebung, der Bezirk und später dann die Stadt bis zur Mauergrenze. Nach der Deutschen Wiedervereinigung interessierte mich das Neue Berlin, an das sich Zweifel und Hoffnungen für die Zukunft knüpfen. Es entstanden Stimmungsbilder einer momentanen Empfindung. Ich versuche ein ganz eigenes Abbild zu finden und wähle ungewohnte Farben. Die Kombination von Himmel, Wetter, Licht im Kontrast zur bebauten Künstlichkeit reizen mich am stärksten. Häuser, das Gehäuse des Menschen, haben auf mich eine magische Anziehung. Meine Vorliebe gilt der spontanen Ölmalerei. Weitere Arbeiten wie Aquarelle, Pastelle, Mischtechniken und Tuschzeichnungen fanden auf diversen Ausstellungen Anerkennung.

Ich wünsche mir, daß meine Bilder den Betrachter nicht kalt lassen.

 
 
 
 

''Marina Klett fand den Weg zur Malerei auf Umwegen, ohne Akademische Ausbildung, aus eigenem inneren Drang.

Sie schafft Bildgestaltung von starkem Temperament, von sensiblen Gespür für Farben, von sicherem Sinn für Bildausschnitte und Strukturen, die das wesentliche fassen und in Spannung halten. Landschaftsbilder, Stadtlandschaften, Sonne, Sturm, Regen, Stilleben, Interieurs – und unvergessliche Blumen. Marinas Bilder berühren! Sie will zeigen, dass diese Welt auch Harmonie ausstrahlt.''

 
   

Günther Adrian, 1989

 

 
 
Nr.12. Dezember 2000
ACS Sektion Basel
 
  Ab 30. November in der ART-ACS-Galerie:  
 

Marina Klett zum Thema Berlin

 
 

In einer früheren Ausgabe der ACS-Nachrichten haben wir Ihnen versprochen, das Konzept unserer Ausstellungen leicht zu ändern und die Vernissagen nach Möglichkeit mit etwas mehr Pfiff und Spannung zu präsentieren. Das haben wir getan. Wir haben unsere nächste Ausstellung erstmals unter ein ganz bestimmtes Thema gestellt. Das Thema: Berlin: die alte und neue Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

Weshalb und warum gerade Berlin? Es ist uns gelungen mit Frau Marina Klett eine echte Berlinerin zu engagieren, welche die geteilte und jetzt wieder vereinte Stadt seit Kindesbeinen an kennt, dort lebt und arbeitet. Zudem sind noch keine zwei Monate seit dem zehnten Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung vergangen, die mit grossen Feiern und historischen Rück- und optimistischen Ausblicken begangen wurde. Was liegt also näher, als dieses Ereignis mit den starken und aussagekräftigen Berlin-Bildern von Frau Klett nochmals zu thematisieren.

Für Berlin-Kenner voller Emotionen

Berlin war damals einer der Dreh- und Angelpunkte des Zusammenbruchs der ehemaligen DDR. Dies und vieles mehr wird uns beim Betrachten der Arbeiten von Frau Klett nochmals deutlich vor Augen geführt. Bilder mit und ohne Mauer — und auch ganz normale Grossstadt-Szenen werden bei manchem Kunst- und Berlin-Kenner sicher einige Emotionen auslösen. Wir von der ART-Af 5 möchten aber nicht werten und Uberlassen dies ganz unseren Vernissage-Gästen und Ausstellungsbesuchern.

Wie schon kurz erwähnt, lebt Marina Klett schon seit ihrem dritten Lebensjahr in Berlin. Die zerstörte Stadt, ausgebrannte Häuser und Strassenschluchten aus lauter Ruinen sind ihr noch in bester Erinnerung. Und genau diese Erinnerung, der anschliessende Wiederaufbau und die Entwicklung bis hin zur Wiedervereinigung mit ihren neuen Perspektiven für den Ostteil, begründen das grosse Interesse, ihre Liebe zu dieser Stadt. Immer wieder zieht es sie zu den grossen Plätzen und engen Winkeln, um diese Entwicklung und das VViedererwachen zur Weltstadt im Bild festzuhalten.

Intensive, ungewöhnliche Farben

Sie verwendet zum Teil recht intensive und etwas ungewöhnliche Farben. So verweist sie auf die innere Energie und Eigendynamik dieser Stadt. Nach fünfzig Jahren der Isolation den Aufbruch und das pulsierende Leben so darzustellen, ist vielleicht eine gewagte, aber sicher keine schlechte Sache. Ihre Bilder beweisen das.

Anerkannte, angesehene Malerin

Marina Klett hat schon als junges Mädchen die Liebe zur Malerei entdeckt. Berufliche und familiäre Gründe erlaubten ihr aber erst in späteren Jahren, gewisse Maltechniken zu erlernen und sich ganz der Malerei zu widmen. In der Zwischenzeit hat sie sich aber als anerkannte und angesehene Malerin etabliert. Unzählige Ausstellungen in Berlin, Hamburg, Bonn, Hannover, Israel und Polen zeugen von ihrem grossen Erfolg. Sogar im Wallis konnte Frau Klett ihre Bilder zeigen, doch ist es ihr bis dahin nicht gelungen. in einer grossen Schweizer Stadt Fuss zu fassen.

Dies ist auch der Grund, weshalb sie dieser Ausstellung in Basel so grosse Bedeutung beimisst. Sie freut sich schon jetzt riesig auf ihre Vernissage und hofft natürlich auf diesem Weg zur Basler Kunstszene Zugang zu finden.
Auf der anderen Seite hoffen wir von der ART ACS, dass Sie, liebe Kunstfreunde, unsere Bemühungen, Ihnen eine in Basel noch unbekannte Künstlerin vorzustellen, mit ihrem zahlreichen Besuch der Vernissage honorieren werden.

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 30. November 2000 ab 19 Uhr in den Räumen des Sekretariates des ACS an der Birsigstrasse 4 in Basel statt. Die Ausstellung dauert bis ca. Mitte Januar 2000 und kann während der Bürostunden des Sekretariates von Montag bis Freitag, von 8—12, und von 14—18 Uhr besichtigt werden. Freitag: Büroschluss bereits um 17 Uhr.

 
    Martin Loderer
ART ACS
 
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